Diese Seite und der Kongress befinden sich noch im Aufbau.

Tierrechtskongress Leipzig 2021

Freitag 01. Oktober – Sonntag 03. Oktober 2021 im Conne Island

Warum ein Tierrechts-kongress in Leipzig?

Leipzig ist politisch – was sich in einer engagierten und vielfältigen Tierrechtsbewegung widerspiegelt, die mit zahlreichen Protestaktionen und Informationsveranstaltungen für die Rechte von menschlichen und nichtmenschlichen Tieren kämpft. Um die Arbeit der Gruppen zu stärken und effektiver zu werden, wünschen wir uns eine stärkere Vernetzung sowie eine gemeinsame Strategie für die Leipziger Tierrechtsbewegung. Zudem wollen wir Menschen, die noch keine Anknüpfungspunkte zur Tierrechtsbewegung hatten, einen freien Zugang und ein erstes Mitwirken ermöglichen. Selbstverständlich gilt unsere Einladung auch für Personen und Gruppen im mitteldeutschen Raum und darüber hinaus.

Um künftig gemeinsam an einem Strang zu ziehen, wollen wir uns im Rahmen des Tierrechtskongresses unsere Geschichte als Bewegung bewusst werden lassen und aufzeigen, wo bereits in der Vergangenheit zusammen mit anderen politischen Strömungen gekämpft wurde. Wir wollen aber auch in die Zukunft blicken und darüber diskutieren, wie eine Gesellschaft aus Sicht der Tierbefreiungsbewegung aussehen könnte. Ein weiteres Ziel der Konferenz ist außerdem, von anderen Gruppen zu lernen und Kämpfe zukünftig zu vereinen.

Wie wird das ablaufen?

Um einen möglichst freien und entspannten Rahmen für den ersten Leipziger Tierrechtskongress (LTK) zu schaffen, haben wir uns für das Format eines offenen, kostenlosen Wochendkongresses entschieden, das den Teilnehmenden zwischen interessanten Fachvorträgen und praktischen Workshops die Möglichkeit bietet, sich bei einem veganen Essen und Kaltgetränk kennenzulernen und erste Ideen auszutauschen. Zum Abschluss des Tierrechtskongresses führen wird ein Gesamtplenum durch, um die Ideen und gemeinsame Ziele der Tierrechtsbewegung für das kommende Jahr zu erarbeiten.

Als Veranstaltungsort für den Tierrechtskongress, der unter „Vegan in Leipzig“, einem Kooperationsprojekt von Leipziger Tierrechtsgruppen stattfindet, konnten wir die Unterstützung des Conne Islands gewinnen. Jede der Veranstaltungen wird ca. eine Stunde dauern. Bedingt durch die Corona-Pandemie und das dadurch erforderliche Hygienekonzept, haben wir uns dazu entschieden, die Teilnehmeranzahl auf 250 zu begrenzen. Um einen der Plätze zu reservieren, kannst du dich unter dem Reiter „Anmeldung“ unverbindlich zum Kongress anmelden. Einen Livestream der Vorträge werden wir voraussichtlich nicht zu Verfügung stellen können, aber wir versuchen in Absprache mit den Referent*innen Aufzeichnungen zu erstellen, die wir zum nachträglichen Anschauen und Teilen verfügbar machen werden.

Was sind die Inhalte und die Timeline?

Zur Einstimmung wird am Freitagabend der Film Butenland gezeigt, der neben einer bewegenden Geschichte auch eine erstrebenswerte Perspektive für Lebenshöfe aufzeigt. Im Anschluss an den Film ist ausreichend Zeit für Geselligkeit, Austausch und um sich für die nächsten Tage zu verabreden.
Das Veranstaltungsprogramm am Samstag und Sonntag besteht aus einem weiten Spektrum an Themen, angefangen bei praktischen Vorträgen zu versteckten tierischen Inhaltsstoffen und digitaler Selbstverteidigung, über kritische Auseinandersetzungen mit dem KZ-Vergleich und Veganismus im Kapitalismus, bis hin zu soziopolitischen Beiträgen über das das Verhältnis zwischen Tierbefreiung und Klimagerechtigkeit, Antifa, Feminismus und Kunst. Eine kleine Samstagabend-Sause zur Entspannung darf natürlich nicht fehlen! 🥳 Im Abschlussplenum am Sonntag wollen wir uns auf gemeinsame Ziele und Aktionen einigen, um im kommenden Jahr noch mehr für die Befreiung der Tiere zu erreichen.

2, 0
Tage
1
Vorträge
2
Workshops

Programmübersicht

Die Programmübersicht entspricht dem aktuellen Planungsstand. Spätere Änderungen am Programm sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Freitag

Butenland


Ein Bauernhof, der zu einem Lebenshof wurde – Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück haben mit ihrem Projekt Hof Butenland einen Ort geschaffen, an dem es keine Nutztiere mehr gibt: Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint.
1
Angemeldete Teilnehmer*innen
2
Verfügare Plätze

Melde dich kostenfrei für den Kongress an.

Die Anmeldung (auch gerne unter Pseudonym) ist nicht verbindlich. Sie hilft uns aber die Kapazitäten zu planen. Wenn du dich für einen oder mehrere Tage anmeldest, können wir einen Platz für dich reservieren. Sobald die Anzahl der Reservierungen die der verfügbaren Plätze übersteigt, können wir leider keine weiteren Reservierungen vornehmen.
PS: Zusagen auf Facebookevents zählen nicht 😉

Bitte beachte auch unsere Hinweise im FAQ zu Corona, Datenschutz, Awareness, Barrierefreiheit und die Ausschlussklausel.

Quelle: Conne Island Flickr

Vorträge und Workshops im Detail

Anna-Lena Klapp

Samstag 18:00

Blick über den Tellerrand – Feministische Perspektiven auf die vegane Bewegung

In ihrem Vortrag analysiert Anna-Lena die vegane Bewegung, zeigt konkrete Probleme auf und spricht über Lösungsvorschläge. Sie erklärt einerseits, warum das Thema nachhaltige vegane Ernährung auf die gesellschaftliche und politische Agenda gesetzt werden sollte, und andererseits, warum feministische Forderungen und Kämpfe berücksichtigt werden müssen.

Sare Akyar (B.Sc. Oecotrophologie); ProVeg e.V.

Sonntag 15:00

Ich dachte, das ist vegan? – Versteckte Tiere in Lebensmitteln, Kosmetik und Non-Food

Wild Aroma in Chips, Fett und Glycerin aus Schweineknochen in Zahnpasta und das sind nur zwei Beispiele – tierische Inhaltsstoffe verstecken sich überall. Komm vorbei und finde heraus welche sich in Lebensmitteln, Kosmetikartikeln und Gegenständen verstecken, die du täglich nutzt.

Hilal Sezgin

Samstag 19:00

Feminismus in der Tierethik

Wenn wir über Tierrechte und Tierethik reden, fallen immer wieder die Namen zweier männlicher Pioniere: Peter Singer und Tom Reagan. Doch seit den 1980er Jahren bis heute gibt es etliche bedeutende Philosophinnen, die an einer Tierethik arbeiten, zudem existiert eine spezifisch feministische Diskussion in der Ethik. Was könnte diese feministische Ethik für Tiere „bringen“, und was zeigt sie uns über unsere Verbundenheit mit nicht-menschlichen Tieren?

Hartmut Kiewert

Sonntag 16:00

ANIMAL UTOPIA – Gegenbilder zur Tierindustrie

Auch wenn wir uns als Kinder des Kapitalismus keine Blaupausen für eine Utopie befreiter Menschen und anderer Tiere auspinseln können, ist es dennoch wichtig über die Kritik am Bestehenden hinaus positive Narrative und Gegenbilder zu schaffen. 

In seinen Bildwelten bricht der Leipziger Künstler Hartmut Kiewert den hegemonialen Blick auf andere Tiere, insbesondere so genannte „Nutztiere“, auf. Ein herrschaftsfreies Mensch-Tier-Verhältnis kommt zum Vorschein. Schweine, Kühe und Hühner sind den Mastanlagen und Schlachthöfen entkommen und erobern menschliche Wohnräume, Parks, Shoppingmalls und Straßen. Die Tierindustrie ist ruiniert und Menschen und andere Tiere begegnen sich auf Augenhöhe.

Aktivist:innen der Offensive gegen die Pelzindustrie

Samstag 11:00

Offensive gegen die Pelzindustrie und Pressure Campaigns

Die Kampagnengruppe Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) gründete sich im Jahr 2000 und konnte seitdem mittels sogenannter pressure campaigns zahlreiche Modeunternehmen dazu bringen, Echtpelzprodukte aus dem Sortiment zu nehmen.

Die OGPI war immer Teil der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung und koordiniert Aktionstage gegen bestimmte Unternehmen, den jährlichen Pelzcheck und kommuniziert mit Unternehmen. Im Vortrag stellen wir die Gruppe, ihre Ziele und Aktionsformen näher vor. Und wollen gemeinsam mit euch schauen, was davon für den Kampf gegen andere Tierausbeutungsindustrien genutzt werden könnte und natürlich, wie wir gemeinsam die Pelzindustrie abschaffen können!

Denise Weber

Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Sonntag 15:00

Undercover Recherche als notwendiges Mittel gegen die Tierindustie

Seit Jahren veröffentlicht das Deutsche Tierschutzbüro Undercover-Aufnahmen im Bereich der industriellen „Nutztier“industrie. Denise Weber ermittelt Tierquälerei in Schlachthöfen, Mastanlagen und auf Pelzfarmen und bringt diese im Namen der Tierrechtsorganisation immer wieder an die Öffentlichkeit, um aufzuzeigen, wie die wahren Zustände in der Fleisch-, Milch-und Pelzproduktion aussehen.

Versteckte Aufnahmen sind hier das Mittel bzw. die „Waffe“ der Wahl, denn nur so wird transparent, was die Agrarindustrie versucht, den Menschen vorzuenthalten. 

Anja Bonzheim &
Daniel Hausmann

Samstag 14:00

Bio(zyklisch)-veganer Anbau – Wege zu einer nachhaltigen und tiergerechten Agrikultur

Der biozyklisch-vegane Anbau ist eine Form des ökologischen Landbaus, bei der weder die kommerzielle Nutztierhaltung oder Schlachtung, noch die Düngung mit tierischen Düngemitteln erlaubt ist. Stattdessen wird die Bodenfruchtbarkeit durch pflanzliche Kreislaufwirtschaft erhalten. 

Anja Bonzheim ist ökologische Agrarwissenschaftlerin und im Vorstand des Förderkreis Biozyklisch-Veganer Anbau e.V., der diese Form der Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum nach vorne bringen möchte. Bio-Bauer Daniel Hausmann wird im Anschluss an ihren Vortrag praxisnah von seinem vegan bewirtschafteten Betrieb zwischen Leipzig und Chemnitz berichten. Beide möchten aufzeigen, dass es wichtig ist, den veganen Gedanken bis aufs Feld zurückzudenken!

Bündnis Privatsphäre Leipzig e. V.

Samstag 16:00

Digitale Selbstverteidigung für Aktivist*innen

Politisch Aktive sind von verschiedenen Seiten digitalen Bedrohungen ausgesetzt. Staaten rüsten immer mehr auf und suchen Wege, Kommunikation zu überwachen und Geräte auszulesen. Unternehmen überwachen großflächig Aktivitäten ihrer Nutzer*innen im Netz und erstellen Profile. Zugleich wächst der politische Druck auf Privatsphäre-freundliche Anbieter*innen.

Auch wenn ein hundertprozentiger Schutz nicht möglich ist, lässt sich der digitale Fußabdruck minimieren. Wir geben eine Einführung in die Bedrohungslage für Aktivist*innen und erklären erste Schritte der digitalen Selbstverteidigung.

Referent*innen stehen im Anschluss für weitere Diskussionen und individuelle Lösungsansätze zur Verfügung. Bring your own device 😉

Franziska Uhlig Pro Lebensglück e.V.

Samstag 17:00

Lebenshöfe als gelebte
Utopie

Lebenshöfe als ein Stück „heile Welt“ für Tiere, die zumeist aus der Massentierhaltung gerettet worden und nun weitestgehend artgerecht und unversehrt leben können. Das ist die allgemeine Vorstellung, zumindest unter vegan lebenden Menschen. Doch was steckt tatsächlich hinter dem Konzept „Lebenshof“? 

 

Welchen Stellenwert nehmen Lebenshöfe in einer Gesellschaft ein, die die Ausnutzung von Tieren normalisiert und welche Rolle spielen sie im Kontext der veganen Bewegung, die ein gleichberechtigtes Leben von Tier und Mensch in Freiheit anstrebt? Wieviel davon ist und bleibt romantischer Wunschtraum und mit welchen Schattenseiten und täglichen Herausforderungen haben Lebenshöfe tatsächlich zu kämpfen?

Marcel (Tierbefreiung Hamburg)

Samstag 14:00

KZ-Vergleiche in der Tierrechtsbewegung. Warum eine Legebatterie kein Vernichtungslager ist

Kaum eine Kommunikationsstrategie der Tierrechts- und
Tierschutzbewegungen ist so umstritten wie der Holocaustvergleich. Der
Vortrag legt die lange Geschichte der Holocaustvergleiche in (linken
wie rechten) sozialen Bewegungen dar und unterzieht dem Vergleich
einer kritischen Diskussion.

In der Vergangenheit haben Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen die Vergleiche der Tierindustrie mit dem Holocaust als Instrument zur Herstellung von Aufmerksamkeit genutzt. Auch auf mancher Demo zeigen Menschen den umstrittenen Vergleich auf Schildern und Plakaten. Öffentlich wurde die Gleichsetzung von Tierausbeutung und Holocaust teils scharf kritisiert und auch innerhalb der Tierbewegungen sorgte sie für kontroverse Auseianndersetzungen. Der Vortrag legt dar, wieso die unterstellte Wesensgleichheit zwischen Tierausbeutung und Holocaust unplausibel ist. Er kritisiert, dass Teile der Tierschutz- und Tierrechtsbewegungen viel zu vereinfachend mit dem Holocaust umgehen. Die Folgen sind – wenn auch meist ungewollt –  eine Instrumentalisierung des Holocaust und mangelnde Empathie für die Opfer des Faschismus.

Aktivist:innen vom Tierbefreiungsarchiv

Sonntag 10:00

Hauptsache für die Tiere, Hauptsache vegan – echt jetzt? Für eine emanzipatorische Tierrechtsbewegung!

Die Lebensrealitäten von nichtmenschlichen Tieren in unserer Gesellschaft sind mehr als schlecht. Sie werden eingepfercht in Käfigen, ihre Leben werden gewaltvoll beendet, um Konsumprodukte verschiedenster Art herzustellen. Diese Zustände erregen zu Recht die Gemüter vieler Menschen und ein Ende dieser Formen der Ausbeutung ist die selbstgewählte Aufgabe der Tierrechtsbewegung.

Dabei werden jedoch häufig Mittel in der Kommunikation herangezogen, die anderen sozialen Bewegungen zuwiderlaufen. Sexistische, rassistische, ableistische und ähnliche Kampagnen, Statements, Flugblätter und vieles mehr werden genutzt, um das Ende der Tierausbeutung zu erreichen. „Hauptsache für die Tiere“-Positionen führen aber nicht zu sozialer Gerechtigkeit!

Eine Alternative, um sich selbst nicht am System der Tierausbeutung zu beteiligen, scheint der Veganismus zu sein. Häufig erscheint es so, als ob eine vegane Lebensweise für nahezu alle (globalen) Probleme die Lösung sei. Hierbei wird jedoch häufig vergessen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Strukturen zu analysieren. „Vegan ist so einfach wie nie“ – ein Slogan, der in den letzten Jahren häufig genutzt wird. Für viele privilegierte Personen mag dies stimmen, jedoch nicht für alle sozialen Gruppen und Milieus.

Der Vortrag versucht anhand einiger Beispiele die Positionen „Hauptsache für die Tiere“ und „Hauptsache vegan“ kritisch zu hinterfragen, um anschließend zu fragen: Wie können wir eine Bewegung für Soziale Gerechtigkeit werden, die die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen kritisch analysiert und schließlich verändert?

 

Aktivist:innen der Tierbefreier*innen Leipzig

Samstag 10:00

Tierbefreiung, Antifa – zusammen kämpfen, ist doch klar!

Veganismus wird in linken Kreisen auch heute noch von mancher Seite misstrauisch betrachtet. Häufig hört mensch aus der eigenen Szene Argumente dagegen, so seien auch politische Veganer*innen zum Beispiel klassistisch, oder wollten indigenen Menschen ihren Lebensstil aufzwingen. Was an solchen, oft gehörten Argumenten dran ist, soll in dem Vortrag gezeigt werden.

Außerdem erfahrt ihr etwas über die Geschichte der Tierbefreiungsbewegung und Gemeinsamkeiten mit anderen emanzipatorischen Bewegungen. Ob Antifaschismus und Tierbefreiung wirklich besser zusammenpassen, als Vorurteile behaupten, könnt ihr euch hier anhören und in der anschließenden Diskussionsrunde auch eure eigene Meinung dazu beitragen!

Aktivist:innen von Ende Gelände Leipzig

Sonntag 12:00

Ziviler Ungehorsam – Notwendigkeit der Radikalisierung?

Im Angesicht der eskalierenden Klimakrise glauben wir längst nicht mehr daran, dass individuelle Verhaltensänderungen oder Apelle an Politiker*innen ausreichen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren. Stattdessen setzt Ende Gelände seit 6 Jahren auf Aktionen des massenhaften zivilen Ungehorsams gegen die fossile Energiewirtschaft.

Unser Vortrag zeigt auf, was Zivilen Ungehorsam eigentlich ausmacht, wie er begründet werden kann und was er bewirkt. Dabei wollen wir auch beleuchten, inwiefern sich die Möglichkeitsräume für Zivilen Ungehorsam in verschiedenen politischen Kämpfen unterscheiden. 

Im Anschluss möchten wir gemeinsam mit euch darüber diskutieren, ob die Tierrechtsbewegung mehr Aktionen des Zivilen Ungehorsams braucht und wie diese ggfs. aussehen könnten. Außerdem wollen wir  nach Wegen suchen, um die Bewegungen für Tierbefreiung und für Klimagerechtigkeit stärker miteinander zu verbinden.

Florian Heinze (Tierbefreiungs Aktivist)

Sonntag 11:00

Wildtierleid als Herausforderung für unsere moralischen Intuitionen und politischen Überzeugungen

In diesem Vortrag soll aufgezeigt werden, dass das enorme Leid, das die meisten in der Wildnis (bzw. weitestgehend von Menschen unabhängig) lebenden nichtmenschlichen Tiere erfahren, unsere moralischen und politischen Überzeugungen stark herausfordert.

 

Es wird deutlich, dass wir, als Tierrechts- und Tierbefreiungsaktivist_innen, uns hier in einem Spannungsfeld zwischen starken Hilfspflichten und Verantwortungsfreiheit in Bezug auf das Leid wilder Tiere bewegen, je nachdem auf welche tierethische Theorie wir uns beziehen. Damit zusammen hängt auch die Frage, inwiefern menschliche Unterstützung für wilde Tiere unterdrückerische Mensch-Tier-Beziehungen stützt und sich auf menschliche Herrschaftsideologien beruft. Diese Zusammenhänge sollen aufgezeigt und zur Diskussion gestellt werden.

comming soon

00:00

 

 

Abend- und Rahmenprogramm

TBA

Infos zu den Musik- und Tanzveranstaltungen am Samstagabend (19:30 bis Open End) ergänzen wir bald. Aktuell warten wir noch die Entwicklung der Pandemie und die Vorgaben und Auflagen seitens der Stadt ab.

Zudem planen wir einige inhaltlich passende Rahmenangebote wie Infostände und einen moderierten Diskussionsbereich. Für leichtes Kurzweil sorgen eine DIY-Ecke für Upcycling und Siebdruck, eine Stöberecke für vegane Tauschsachen und eventuell auch ein Zelt für kleine vegane Tätowierungen. Mehr Infos folgen bald.

Weitere Fragen

Und Antworten zum Aufklicken

Der Tierrechtskongress findet nicht unter einer Organisation statt, sondern unter „Vegan in Leipzig“, einem Kooperationsprojekt von vielen Leipziger Tierrechtsgruppen.

Nein, die Teilnahme am 1. Leipziger Tierrechtskongress ist kostenfrei.
Da wir als „Vegan in Leipzig“ nicht kommerziell arbeiten und wir dieses Angebot allen Menschen zur Verfügung stellen wollen, sind alle Veranstaltungen kostenfrei zugänglich. Es wird aber vor Ort sicherlich die Möglichkeit geben für die Referent*innen, den Kongress und die Veranstaltungslocation zu spenden.

[TODO: wird noch ergänzt]

Wir sind überaus glücklich, dass wir das Conne Island in Connewitz/Leipzig als Veranstaltungsort für den Kongress gewinnen konnten.

Das Conne Island ist ein selbstverwaltetes Jugend-Kulturzentrum in Leipzig-Connewitz. Die Crew des Islands stellt uns nicht nur kostenfrei ihre barrierefreie Infrastruktur und vegane Gastronomie zur Verfügung, sondern unterstützt uns auch mit ihrer Erfahrung und ihrem organisatorischen Wissen. Ohne ihre Hilfe und Strukturen wäre es uns nicht möglich den Kongress durchzuführen.

Mehr über das Conne Island erfahrt ihr auf der Island-Webseite und auf Wikipedia.

[TODO: wird noch ergänzt]

Da noch viel Zeit vergeht bis der Kongress stattfindet, und sich die Lage in Bezug auf das Virus stetig ändert, können wir hierzu leider noch keine Aussage treffen. Sobald abschließend geklärt ist, welche Maßnahmen und Einschränkungen es geben wird, um der Eindämmung der Pandemie Rechnung zu tragen, werden wir dies an euch kommunizieren.

[TODO: wird noch ergänzt]

[TODO: wird noch ergänzt]

Die Verpflegungsfrage klärt sich noch in Absprache mit dem Veranstaltungsort. Wir werden dafür sorgen, dass bezahlbares Essen vor Ort verfügbar sein wird.

Unser Anspruch ist es den Tierrechtskongress für alle Menschen zugänglich zu machen.

Wir versuchen, dass alle Veranstaltungen und Verpflegungsangebote für Menschen mit einer Gehbehinderung gut zugänglich sind. Auch geeignete sanitäre Anlagen werden zur Verfügung stehen.

Für Menschen, die mit deutsch Verständnisprobleme haben oder auf Gebärdensprache angewiesen sind, werden wir versuchen ein Angebot bereit zu stellen. Voraussetzung ist natürlich, dass wir von den Beeinträchtigungen wissen, sodass wir rechtzeitig auf die Bedürfnisse vorbereiten können. Bitte gebt uns daher bei der Anmeldung Bescheid. Ein pauschales Angebot ist aus personellen, finanziellen und zeitlichen Kapazitäten nicht möglich.

Frauen* sind in der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung stärker vertreten. Rund 80 Prozent der vegan lebenden Menschen sind Frauen*. Daher versuchen wir auch, dass wir deutliche mehr Frauen* bzw. nicht männlich gelesene Personen als Referent*innen für Vorträge zu gewinnen. 

[TODO: wird noch ergänzt]

[TODO: wird noch ergänzt]

Eine Schlafbörse bzw. eine Inseratsmöglichkeit befindet sich in Arbeit. Da viele der Teilnehmenden aus Leipzig kommen, gibt es hoffentlich ausreichend Schlafgelegenheiten.

Die Tierbefreiungs- und Tierrechtsbewegung teilt mit vielen anderen emanzipatorischen Bewegungen eine gemeinsame Geschichte. Oftmals wurden Kämpfe zusammen gekämpft oder die Bewegungen unterstützten sich gegenseitig. Dabei ist und war es immer das Ziel einen Missstand in der Gesellschaft abzuschaffen oder sich gegen die Systeme zu währen, die diesen verursachen oder begünstigen.
Dass der Kampf für Gerechtigkeit und Solidarität heute als linkspolitisch gilt und nicht die Grundlage der aktuellen Politik und unseres Zusammenlebens darstellt, finden wir natürlich sehr schade.
Da wir nur in linkspolitischen Gruppen unseren Anspruch an das Zusammenleben der aktuellen Gesellschaft gänzlich vertreten sehen, haben wir nur solche als Referent*innen eingeladen.

One Struggle – One Fight

Ausschlussklausel: Wir als Veranstalter*innen weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir nationalistische, sexistische, ableistische, rassistische, homo-, inter- und transfeindliche Personen sowie Verschwörungsgläubige und Querfrontler*innen aller Art und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausschließen und diesen den Zutritt verwehren werden.

Ganz klare Antwort: JA
Der Kongress bietet dir die Möglichkeit dein Wissen zu erweitern und dich tiefer mit den Themen auseinanderzusetzen. Dabei wirst du sicherlich mit vielen Menschen ins Gespräch kommen, schließt wohlmöglich ein paar nette Bekanntschaften und wer weiß, eventuell hast du ja dann Lust aktiv zu werden? Betreten auf eigene Gefahr. 😉

Ob und welche Vorträge aufgezeichnet werden stimmen wir individuell mit den Referent*innen ab. Nach aktuellem Stand sollen aber, dort wo es möglich sein wird, die Vorträge aufgezeichnet werden.
Unabhängig davon lohnt es sich dennoch vorbei zu schauen, da der Kongress auch dazu dienen soll sich gegenseitig besser kennenzulernen und auszutauschen.

[TODO: wird noch ergänzt]

Vorläufige Kurzantwort: Nein, bzw. nur wenn alle Personen, deren explizite Einwilligung nicht vorliegt, vollständig unkenntlich gemacht werden oder bestenfalls gar nicht erst abgelichtet werden.

Diese Frage ist noch vor Beginn des ersten Kongresses schwer zu beantworten. Wenn der Kongress unsere Erwartungen erfüllt und auf positives Feedback bei euch stößt, ist es aber gut möglich, dass der Leipziger Tierrechskongress ein jährliches Event wird.

Wir freuen uns über jeden Menschen, der Zeit und Motivation aufbringen kann, um den Kongress zu verwirklichen. Wir können in vielen Bereichen deine Hilfe gebrauchen, aber insbesondere wenn:

  • – du dich gut mit Audio- oder Videotechnik auskennst
  • – bei Übersetzungen und Transkriptionen der Vorträge helfen kannst
  • – technische Expertise hast und den Aufbau von Teilsystemen wie dem Ticketsystem, der Schlafbörse oder einem anonymen Hinweisgebersystem übernehmen kannst
  • – oder ad-hoc als Tageshelfer*in beim Aufbau/Abbauch, Einlass, Erste Hilfe, Awareness, Springer*in oder Fahrer*in mitmachen würdest


Wenn du dich hier wiederfindest oder angesprochen fühlst, schreib uns gerne eine Nachricht über kongress ät vegan in leipzig punkt de, die Social Media Kanäle oder einfach hier im Seiten-Chat.

Sandra

Organisation / Vorträge

Fabius

Kontakt für Dringliches
(Rufnummer ist nur zum Kongress angeschaltet)

Christo

technische Anfragen

TBD

Awareness
(Anfragen an diese Adresse werden vertraulich behandelt)

Ausschlussklausel

Wir als Veranstalter*innen weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir nationalistische, sexistische, ableistische, rassistische, homo-, inter- und transfeindliche Personen sowie Verschwörungsgläubige und Querfrontler*innen aller Art und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausschließen und diesen den Zutritt verwehren werden.