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Tierrechtskongress Leipzig 2021

Freitag 01. Oktober – Sonntag 03. Oktober 2021 im Conne Island

Warum ein Tierrechts-kongress in Leipzig?

Leipzig ist politisch – was sich in einer engagierten und vielfältigen Tierrechtsbewegung widerspiegelt, die mit zahlreichen Protestaktionen und Informationsveranstaltungen für die Rechte von menschlichen und nichtmenschlichen Tieren kämpft. Um die Arbeit der Gruppen zu stärken und effektiver zu werden, wünschen wir uns eine stärkere Vernetzung sowie eine gemeinsame Strategie für die Leipziger Tierrechtsbewegung. Zudem wollen wir Menschen, die noch keine Anknüpfungspunkte zur Tierrechtsbewegung hatten, einen freien Zugang und ein erstes Mitwirken ermöglichen. Selbstverständlich gilt unsere Einladung auch für Personen und Gruppen im mitteldeutschen Raum und darüber hinaus.

Um künftig gemeinsam an einem Strang zu ziehen, wollen wir uns im Rahmen des Tierrechtskongresses unsere Geschichte als Bewegung bewusst werden lassen und aufzeigen, wo bereits in der Vergangenheit zusammen mit anderen politischen Strömungen gekämpft wurde. Wir wollen aber auch in die Zukunft blicken und darüber diskutieren, wie eine Gesellschaft aus Sicht der Tierbefreiungsbewegung aussehen könnte. Ein weiteres Ziel der Konferenz ist außerdem, von anderen Gruppen zu lernen und Kämpfe zukünftig zu vereinen.

Wie wird das ablaufen?

Um einen möglichst freien und entspannten Rahmen für den ersten Leipziger Tierrechtskongress (LTK) zu schaffen, haben wir uns für das Format eines offenen, kostenlosen Wochendkongresses entschieden, das den Teilnehmenden zwischen interessanten Fachvorträgen und praktischen Workshops die Möglichkeit bietet, sich bei einem veganen Essen und Kaltgetränk kennenzulernen und erste Ideen auszutauschen. Zum Abschluss des Tierrechtskongresses führen wird ein Gesamtplenum durch, um die Ideen und gemeinsame Ziele der Tierrechtsbewegung für das kommende Jahr zu erarbeiten.

Als Veranstaltungsort für den Tierrechtskongress, der unter „Vegan in Leipzig“, einem Kooperationsprojekt von Leipziger Tierrechtsgruppen stattfindet, konnten wir die Unterstützung des Conne Islands gewinnen. Jede der Veranstaltungen wird ca. eine Stunde dauern. Bedingt durch die Corona-Pandemie und das dadurch erforderliche Hygienekonzept, haben wir uns dazu entschieden, die Teilnehmeranzahl auf 250 zu begrenzen. Um einen der Plätze zu reservieren, kannst du dich unter dem Reiter „Anmeldung“ unverbindlich zum Kongress anmelden. Einen Livestream der Vorträge werden wir voraussichtlich nicht zu Verfügung stellen können, aber wir versuchen in Absprache mit den Referent*innen Aufzeichnungen zu erstellen, die wir zum nachträglichen Anschauen und Teilen verfügbar machen werden.

Was sind die Inhalte und die Timeline?

Zur Einstimmung wird am Freitagabend der Film Butenland gezeigt, der neben einer bewegenden Geschichte auch eine erstrebenswerte Perspektive für Lebenshöfe aufzeigt. Im Anschluss an den Film ist ausreichend Zeit für Geselligkeit, Austausch und um sich für die nächsten Tage zu verabreden.
Das Veranstaltungsprogramm am Samstag und Sonntag besteht aus einem weiten Spektrum an Themen, angefangen bei praktischen Vorträgen zu versteckten tierischen Inhaltsstoffen und digitaler Selbstverteidigung, über kritische Auseinandersetzungen mit dem KZ-Vergleich und Veganismus im Kapitalismus, bis hin zu soziopolitischen Beiträgen über das das Verhältnis zwischen Tierbefreiung und Klimagerechtigkeit, Antifa, Feminismus und Kunst. Eine kleine Samstagabend-Sause zur Entspannung darf natürlich nicht fehlen! 🥳 Im Abschlussplenum am Sonntag wollen wir uns auf gemeinsame Ziele und Aktionen einigen, um im kommenden Jahr noch mehr für die Befreiung der Tiere zu erreichen.

2, 0
Tage
1
Vorträge
2
Workshops

Programmübersicht

An dem Programm wird gerade gearbeitet und es wird hoffentlich bald veröffentlicht. Späte Änderungen am Programm sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Freitag

Butenland


Ein Bauernhof, der zu einem Lebenshof wurde – Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück haben mit ihrem Projekt Hof Butenland einen Ort geschaffen, an dem es keine Nutztiere mehr gibt: Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint.
1
Angemeldete Teilnehmer*innen
2
Verfügare Plätze

Melde dich kostenfrei für den Kongress an.

Die Anmeldung (auch gerne unter Pseudonym) ist nicht verbindlich. Sie hilft uns aber die Kapazitäten zu planen. Wenn du dich anmeldest, können wir zumindest einen Platz für dich reservieren. Sobald die Anzahl der Reservierungen die der verfügbaren Plätze übersteigt, können wir leider keine weiteren Reservierungen vornehmen.
PS: Zusagen auf Facebookevents zählen nicht 😉
Quelle: Conne Island Flickr

Vorträge und Workshops im Detail

Anna-Lena Klapp

Samstag 18:00

Blick über den Tellerrand – Feministische Perspektiven auf die vegane Bewegung

In ihrem Vortrag analysiert Anna-Lena die vegane Bewegung, zeigt konkrete Probleme auf und spricht über Lösungsvorschläge. Sie erklärt einerseits, warum das Thema nachhaltige vegane Ernährung auf die gesellschaftliche und politische Agenda gesetzt werden sollte, und andererseits, warum feministische Forderungen und Kämpfe berücksichtigt werden müssen.

Sare Akyar (B.Sc. Oecotrophologie); ProVeg e.V.

Sonntag 15:00

Ich dachte, das ist vegan? – Versteckte Tiere in Lebensmitteln, Kosmetik und Non-Food

Wild Aroma in Chips, Fett und Glycerin aus Schweineknochen in Zahnpasta und das sind nur zwei Beispiele – tierische Inhaltsstoffe verstecken sich überall. Komm vorbei und finde heraus welche sich in Lebensmitteln, Kosmetikartikeln und Gegenständen verstecken, die du täglich nutzt.

Marcel (Tierbefreiung Hamburg)

Samstag 15:00

KZ-Vergleiche in der Tierrechtsbewegung. Warum eine Legebatterie kein Vernichtungslager ist

Kaum eine Kommunikationsstrategie der Tierrechts- und
Tierschutzbewegungen ist so umstritten wie der Holocaustvergleich. Der
Vortrag legt die lange Geschichte der Holocaustvergleiche in (linken
wie rechten) sozialen Bewegungen dar und unterzieht dem Vergleich
einer kritischen Diskussion.

In der Vergangenheit haben Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen die Vergleiche der Tierindustrie mit dem Holocaust als Instrument zur Herstellung von Aufmerksamkeit genutzt.

Hartmut Kiewert

Sonntag 16:00

ANIMAL UTOPIA – Gegenbilder zur Tierindustrie

Auch wenn wir uns als Kinder des Kapitalismus keine Blaupausen für eine Utopie befreiter Menschen und anderer Tiere auspinseln können, ist es dennoch wichtig über die Kritik am Bestehenden hinaus positive Narrative und Gegenbilder zu schaffen. 

In seinen Bildwelten bricht der Leipziger Künstler Hartmut Kiewert den hegemonialen Blick auf andere Tiere, insbesondere so genannte „Nutztiere“, auf. Ein herrschaftsfreies Mensch-Tier-Verhältnis kommt zum Vorschein. Schweine, Kühe und Hühner sind den Mastanlagen und Schlachthöfen entkommen und erobern menschliche Wohnräume, Parks, Shoppingmalls und Straßen. Die Tierindustrie ist ruiniert und Menschen und andere Tiere begegnen sich auf Augenhöhe.

Mirijam

Tierbefreiungsmagazin
Samstag 11:00

Offensive gegen die Pelzindustrie und Pressure Campaigns

Die Kampagnengruppe Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) gründete sich im Jahr 2000 und konnte seitdem mittels sogenannter pressure campaigns zahlreiche Modeunternehmen dazu bringen, Echtpelzprodukte aus dem Sortiment zu nehmen.

Die OGPI war immer Teil der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung und koordiniert Aktionstage gegen bestimmte Unternehmen, den jährlichen Pelzcheck und kommuniziert mit Unternehmen. Im Vortrag stellen wir die Gruppe, ihre Ziele und Aktionsformen näher vor. Und wollen gemeinsam mit euch schauen, was davon für den Kampf gegen andere Tierausbeutungsindustrien genutzt werden könnte und natürlich, wie wir gemeinsam die Pelzindustrie abschaffen können!

TODO

Samstag 15:00

Weitere Fragen

Und Antworten zum Aufklicken

Der Tierrechtskongress findet nicht unter einer Organisation statt, sondern unter „Vegan in Leipzig“, einem Kooperationsprojekt von vielen Leipziger Tierrechtsgruppen.

Nein, die Teilnahme am 1. Leipziger Tierrechtskongress ist kostenfrei.
Da wir als „Vegan in Leipzig“ nicht kommerziell arbeiten und wir dieses Angebot allen Menschen zur Verfügung stellen wollen, sind alle Veranstaltungen kostenfrei zugänglich. Es wir aber vor Ort sicherlich die Möglichkeit geben für die Referent*innen, den Kongress und die Veranstaltungslocation zu spenden.

Wir sind überaus glücklich, dass wir das Conne Island in Leipzig als Veranstaltungsort von den Kongress gewinnen konnten.

Das Conne Island ist ein selbstverwaltetes Jugend-Kulturzentrum in Leipzig-Connewitz. Die Crew des Island stellt uns nicht nur kostenfrei ihre barrierefreie Infrastruktur und großartige Gastronomie zur Verfügung, sondern hilft uns auch mit ihrer Erfahrung und ihrem organisatorischen Wissen. Ohne diese Strukturen wäre es uns nicht möglich den Kongress durchzuführen.

Mehr über das Conne Island erfahrt ihr auf deren Webseite und auf Wikipedia.

Da noch viel Zeit vergeht bis der Kongress stattfindet, und sich die Lage in Bezug auf das Virus stetig ändert, können wir hierzu leider noch keine Aussage treffen. Sobald abschließend geklärt ist, welche Maßnahmen und Einschränkungen es geben wird, um der Eindämmung der Pandemie Rechnung zu tragen, werden wir dies an euch kommunizieren.

Die Verpflegungsfrage klärt sich noch in Absprache mit dem Veranstaltungsort. Wir werden dafür sorgen, dass bezahlbares Essen vor Ort verfügbar sein wird.

Unser Anspruch ist es den Tierrechtskongress für alle Menschen zugänglich zu machen.

Wir versuchen, dass alle Veranstaltungen und Verpflegungsangebote für Menschen mit einer Gehbehinderung gut zugänglich sind. Auch geeignete sanitäre Anlagen werden zur Verfügung stehen.

Für Menschen, die mit deutsch Verständnisprobleme haben oder auf Gebärdensprache angewiesen sind, werden wir versuchen ein Angebot bereit zu stellen. Voraussetzung ist natürlich, dass wir von den Beeinträchtigungen wissen, sodass wir rechtzeitig auf die Bedürfnisse vorbereiten können. Ein pauschales Angebot, ist aus personellen, finanziellen und zeitlichen Kapazitäten nicht möglich.

Frauen* sind in der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung stärker vertreten. Rund 80 Prozent der vegan lebenden Menschen sind Frauen*. Daher versuchen wir auch, dass wir deutliche mehr Frauen* bzw. nicht männlich gelesene Personen als Referent*innen für Vorträge zu gewinnen. 

Eine Schlafbörse bzw. eine Inseratsmöglichkeit befindet sich in Arbeit. Da viele der Teilnehmenden aus Leipzig kommen, gibt es hoffentlich ausreichend Schlafgelegenheiten.

Die Tierbefreiungs- und Tierrechtsbewegung teilt mit vielen anderen emanzipatorischen Bewegungen eine gemeinsame Geschichte. Oftmals wurden Kämpfe zusammen gekämpft oder die Bewegungen unterstützten sich gegenseitig. Dabei ist und war es immer das Ziel einen Missstand in der Gesellschaft abzuschaffen oder sich gegen die Systeme zu währen, die diesen verursachen oder begünstigen.
Dass der Kampf für Gerechtigkeit und Solidarität heute als linkspolitisch gilt und nicht die Grundlage der aktuellen Politik und unseres Zusammenlebens darstellt, finden wir natürlich sehr schade.
Da wir nur in linkspolitischen Gruppen unseren Anspruch an das Zusammenleben der aktuellen Gesellschaft gänzlich vertreten sehen, haben wir nur solche als Referent*innen eingeladen.

One Struggle – One Fight

Ausschlussklausel: Wir als Veranstalter*innen weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir nationalistische, sexistische, ableistische, rassistische, homo-, inter- und transfeindliche Personen sowie Verschwörungsgläubige und Querfrontler*innen aller Art und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausschließen und diesen den Zutritt verwehren werden.

Ganz klare Antwort: JA
Der Kongress bietet dir die Möglichkeit dein Wissen zu erweitern und dich tiefer mit den Themen auseinanderzusetzen. Dabei wirst du sicherlich mit vielen Menschen ins Gespräch kommen, schließt wohlmöglich ein paar nette Bekanntschaften und wer weiß, eventuell hast du ja dann Lust aktiv zu werden? Betreten auf eigene Gefahr. 😉

Ein pauschales Ja oder Nein können wir hier nicht geben.
Ob und welche Vorträge aufgezeichnet werden stimmen wir individuell mit den Referent*innen ab. Nach aktuellem Stand sollen aber, dort wo es möglich sein wird, die Vorträge aufgezeichnet werden.
Unabhängig davon lohnt es sich dennoch vorbei zu schauen, da der Kongress auch dazu dienen soll sich gegenseitig besser kennenzulernen und auszutauschen.

[TODO] Vorläufige Kurzantwort: Nein, bzw. nur wenn alle Personen, deren explizite Einwilligung nicht vorliegt, vollständig unkenntlich gemacht werden oder bestenfalls gar nicht erst abgelichtet werden.

Diese Frage ist noch vor Beginn des ersten Kongresses schwer zu beantworten. Wenn der Kongress unsere Erwartungen erfüllt und auf positives Feedback bei euch stößt, ist es aber gut möglich, dass der Leipziger Tierrechskongress ein jährliches Event wird.

Wir freuen uns über jeden Menschen, der Zeit und Motivation aufbringen kann, um den Kongress zu verwirklichen. Wir können in vielen Bereichen deine Hilfe gebrauchen, aber insbesondere wenn:

  • – du dich gut mit Audio- oder Videotechnik auskennst
  • – bei Übersetzungen und Transkriptionen der Vorträge helfen kannst
  • – technische Expertise hast und den Aufbau von Teilsystemen wie dem Ticketsystem, der Schlafbörse oder einem anonymen Hinweisgebersystem übernehmen kannst
  • – oder ad-hoc als Tageshelfer*in beim Aufbau/Abbauch, Einlass, Erste Hilfe, Awareness, Springer*in oder Fahrer*in mitmachen würdest


Wenn du dich hier wiederfindest oder angesprochen fühlst, schreib uns gerne eine Nachricht über kongress ät vegan in leipzig punkt de, die Social Media Kanäle oder einfach hier im Seiten-Chat.

Sandra

Organisation / Vorträge

Fabius

Kontakt für Dringliches
(Rufnummer ist nur zum Kongress angeschaltet)

Christo

technische Anfragen

TBD

Awareness
(Anfragen an diese Adresse werden vertraulich behandelt)

Ausschlussklausel

Wir als Veranstalter*innen weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir nationalistische, sexistische, ableistische, rassistische, homo-, inter- und transfeindliche Personen sowie Verschwörungsgläubige und Querfrontler*innen aller Art und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausschließen und diesen den Zutritt verwehren werden.